Johann-Peter-Wagner

Sein Leben

Johann Peter Wagner wurde am 26.Februar 1730 als Sohn von Johannes Thomas und Anna Maria Wagner geboren. Er ging in Obertheres zur Schule. Mit 17 Jahren lernte er während seiner Wanderschaft viele bekannte Künstler kennen, u. a. in München, Mannheim und Österreich. Durch den Tod seiner Mutter 1763 kehrt er nach Obertheres zurück und tritt in die Werkstatt des Fürstbischöflichen Würzburger Hofbildhauers van der Auwera ein. Als dieser plötzlich starb, heiratet Wagner 1759 die Witwe Cordula und übernimmt das Geschäft seines Meisters. Nach 5 Ehejahren stirbt allerdings die Frau. 1764 heiratet Wagner die Schneidermeisterstochter Margaretha Rössinger. In der folgenden Zeit erlebt das Geschäft von Wagner einen ungeheuren Aufschwung. Er bekommt eine Flut von Auftragen und wird schliesslich Hofbildhauer. Mit den politischen Veränderungen im Jahr 1802 kamen auch persöliche Veränderungen für Wagner. Er verlor seinen Titel als Bildhauer. Wagner starb schließlich 1809 im Alter von 79 Jahren.

Seine Werke

Johann Peter Wagner hat in seiner unterfränkischen Heimat viele Werke erschaffen. Besonders hervorzuheben sind der Altar in der Wallfahrtskirche Maria Limbach. Man ist überrascht durch diesen reichen, fast überreichen Rokoko. Dieses Werk ist das Vorbild für viele Altäre in Franken. Es kamen Aufträge aus Gerolzhofen, Haßfurt, Grafenrheinfeld und Grettstadt. Während der Abwesenheit des Meisters schufen seine Mitarbeiter und Gesellen die Werke, die Wagner vorskizziert und in Arbeitsmodelle umgesetzt hatte. Das zweifellos größte Werk Wagners ist die Residenz in Würzburg. Zusammen mit Balthasar Neumann und Tiepolo ist hier der mächtige Schwung des Barockzeitalters festgehalten worden. Besonders hervorzuheben sind die Puttengruppen im Hofgarten von Veitshöchhheim, die Wagner erschaffen hat.


/b>